VISUELLE MUSIK – Gestalterische Weiterentwicklung der Musikübersetzung in Gebärdensprache
4Jun/12Off

unleash your fingers

Es gibt ein neues Video von JayFunk!

JayFunk betreibt Finger Tutting, es hat nichts mit Gebärdensprache zu tun, ich find's aber trotzdem cool.
Hier das erste Video durch das er bekannter wurde.


Bla, bla, Samsung, bla.
Schönes Tutting.

22May/12Off

Artikel im Blick am Abend am 22. Mai 2012

Vielen Dank an Andrea Schmits für den Artikel im heutigen Blick!
Der Artikel wird sicher nochmal gut die Werbetrommel rühren für das nächste Konzert mit Palko!Muski am Wollishofen Openair!

5Apr/12Off

Musikvideo mit Gebärdensprache – Mauvais Garçon

Musikübersetzung in Gebärdensprache von Laetitia Tual aus der französischen Schweiz.

20Mar/12Off

Musikvideo mit Gebärdensprache – Laura Schwengber

Mittlerweile findet man immer mehr Musikvideos mit Gebärdensprache,
eine erfreuliche Entwicklung! :)
Vor allem die Zahl der professionell umgesetzten Videos steigt! Der Fernsehsender Njoy (NDR) hat eine reihe von Musikvideos mit Gebärdensprache von Laura M. Schwengber veröffentlicht:

http://www.n-joy.de/musik/gehoerlosentag131.html


4Mar/12Off

Musikvideo mit Gebärdensprache

Musikübersetzung in Gebärdensprache von Lisa.

Mir gefällt die Umsetzung mit der Tiefenschärfe,
bin gespannt über Feedback von Gebärdensprachlern!

Auf ihrem Youtube-Account schreibt sie dass es bald neue Videos geben wird:
http://www.youtube.com/user/MusicForTheEye/videos

1Dec/11Off

mermaid vorschau

Unsere Vorbereitungen für morgen laufen auf Hochtouren!
Die Gebärdensprachdolmetscherinnen cremen sich die Hände, die Musiker stimmen ihre Instrumente und die Visuals bekommen noch den letzten Schliff!

Wir sehen uns morgen im Jenseits!

 

31May/11Off

Vorgeschlagen für den HABA Jugendförderpreis 2011

Die Kantonale Kinder und Jugendförderung - Okaj Zürich hat im Rahmen von Projekter meine Arbeit auch für den HABA Jugendförderpreis vorgeschlagen!
Vielen Dank dafür an Patric Schatzmann, hat mich recht überrascht! Meine Arbeit scheint mehr und mehr Anklang in der Öffentlichkeit zu finden!

Ich bin nun während den Vorbereitungen zur Abschlusspräsentation (08.06.), der Diplomausstellung (09.06.) und dem nächsten Konzert mit Visuals für Gehörlose (17.06.), dabei, eine Zusammenfassung meiner Arbeit für die HABA Jury zusammen zu stellen - keine einfache Aufgabe nach 1 1/2 Jahren Projektarbeit.

 

20May/11Off

Theoriearbeit abgegeben

6Mar/11Off

MUX Mitgliederversammlung

Gestern habe ich meine Arbeit bei der MV von MUX in Turbenthal im Gehörlosendorf präsentiert. Corinne Lehman hat den Vortrag gedolmetscht und das Publikum kam mit begeisterten Rückmeldungen auf mich zu. Einige Anwesende hatten schon ein Konzert von MUX erlebt, aber die wenigstens dort hatten Visualisierungen dazu bisher gesehen.
Nach dem Wettbewerb, dem Zeitungsartikel und den darauf folgenden Rückmeldungen hat mir der dieser Tag wieder gezeigt welches Potenzial in meiner Arbeit dank dem Interesse von Gehörlosen (und Hörenden) steckt.

 

 

 

26Nov/10Off

Auftritt in Zürich

Für dieses Konzert habe ich zum einen auf Rhythmusvisualisierungen konzentriert und zum anderen für zwei Lieder ein Video einer Dolmetscherin gezeigt die das jeweilige Lied in GS übersetzt.
Als Übergreifendes Konzept für das Konzert habe ich eine Dolmetscherin gefilmt, wie sie alle Titel der Songs in GS übersetzt und diese Videos vor den jeweiligen Songs auf den Leinwänden gezeigt.

Mein Setup für dieses Konzert hat sich seit dem letzten mal nicht geändert. Ein Videomischer, drei Kameras und mein Laptop für die Visualisierungen. Da die Höhe nicht für eine grosse Leinwand ausreichte, passte ich mich der Raumgrösse an und stellte ich zwei Leinwände links und rechts hinter der Band auf, so dass man immer mindestens freie Sicht auf einen der Screens hat.

Die letzten beiden Konzerte haben mir gezeigt, dass mit einem Assistenten weit aus schneller und Effektiver arbeiten kann. Dieses mal bekam unterstützte mich Jürgen von Bildstörung mit den Live Kameras.

Songs

Da es dieses mal keine Dolmetscherin geben würde, wollte ich mich für dieses Konzert noch intensiver mit dem inhalt der Lieder auseinander setzten, da das Publikum diesen nicht wie sonst in GS geboten bekommt.
songliste:

 

  1. Marble Statue
  2. Maybe
  3. Towards an Ending
  4. The Silence
  5. A Face in a time
  6. Sunset & Moonrise
  7. Drowning
  8. Post
  9. Decision
  10. Show me the sky
  11. The Storm
  12. TS

 

Visualisierungsstile


1. Geschwindigkeits- Indikatoren

Die Bewegungsgeschwindigkeit einzelner Gebärden deutet auf die Geschwindigkeit eines Objekts oder einer abhandlung hin. ich wollte versuchen die Schnelligkeit der Musik über animierte Grafiken darzustellen. Für einen ersten test entschied ich mich für das Lied Drowning, da es eine spannende Dramaturgie besass (Markanter Wechsel zwischen schnell und langsam).
Um den Betrachter nicht zu verwirren und keine komplett neue Grafik- sprache aufzubauen, wurde ein lediglich ein Kreis auf zwei Weisen zum rotieren gebracht. in einem video rotiert ein Kreis um die Hälfte seiner eigenen Grösse und durchläuft bei jedem zweiten Beat des Liedes (85 bpm) eine Umdrehung. Dabei hinterlässt er einen Schweif, der auf illustrative Weise die Geschwindigkeit symbolisiert. Das zweite Video zeigt den selben Kreis der in einem grösseren radius und weniger als der halben Geschwindigkeit um die Mitte des Bildes kreist. Um auf illustrativer Ebene ebenfalls die Bewegung zu untermalen, habe ich den Kreis unscharf verschwimmen lassen.

2. Tonhöhen- & Lautstärke- Indikatoren

als zweites Musikbeschreibendes Element, wollte ich die tonhöhe visualisieren, in dem ich einen Balken auf unterschiedlichen Höhen im Bild platzierte. Dieser verzerrte sich zudem visuell über die Funktion „Soundanalyzer“ (Modul8) in dem, entsprechend der Lautstärke der gesetzte Balken an einzelnen Punkten nach oben und unten gerissen wurde.

3. Tonabfolge

Da die rhythmusvisualisierungen beim letzten mal durch den Soundanalyzer verzögert auf der Leinwand erschienen, versuchte ich dieses mal eine an- dere Methode. Mir ist aufgefallen, dass viele Gebärden, die rhythmische Elemente beinhalten, sich fast immer in eine richtung bewegen. Da mir dies besonders bei zeitorientierten inhalten (Beispiel: jeden tag...) auffiel, wollte ich versuchen die rhythmusvisualisierungen ebenfalls auf einer Zeitachse zu animieren um einfache tonabfolgen zu visualisieren. Dafür lies ich einen Kreis passend zur Geschwindig- keit des Liedes von links nach rechts wandern und platzierte passend zum rhythmusmuster des Liedes in unterschiedlichen Höhen.

4. Live Kameras (Übertragung der Musiker Hände)

Die verwendung von Kameras auf der Bühne haben bei den letzten Kon- zerten immer wieder positive Kommentare hervorgerufen, weshalb ich diese visualisierungsart weiter entwickeln wollte. Durch die Proben mit der Band hatte ich mir wieder Gedanken zum Live mischen der Kameras gemacht und in Storyboards festgehalten, wann welches instrument dominiert, welche Perspektive sich daf ür eignet.

5. Musikübersetzung in Gebärdensprache als  vorproduziertes Video


Da die Musik bei diesem Konzert nicht live von einer Dolmetscherin übersetzt wurde, nutzte ich die Möglichkeit eine idee auszuprobieren die mir im Gespräch mit Gehörlosen schon oft gekommen ist. Die Dolmetscherin und damit die Musikübersetzung im video zu zeigen.

Da die Dolmetscherin die ich dafür filmte bei der Generalprobe der Band zwei tage vor dem Konzert dabei war und aufbauend auf einer aufnahme dieser Probe die Lieder übte, konnte ich davon ausgehen, dass der übersetzte inhalt im video auch dem inhalt des Liedes während dem Konzert entsprach.

Konzert

Leider kamen nicht so viele gehörlose Mitarbeiter wie von den Organisatoren erhofft, obwohl auch kommuniziert wurde, dass es Musikvisualisierungen geben wird und das Konzert nicht nur für Hörende interessant werden sollte. Dennoch befanden sich während dem Konzert vier bis Fünf Gehörlose und Schwerhö- rige unter den ca. 40 Mitarbeitern. Der Sänger gab eine kleine Einführung, verteilte Luftballons und erklärte auch meine visuals und grob mit welchen visualisierungs- arten ich arbeiten werde. ich sprach mich im vorhinein mit dem Sänger ab und spielte vor jedem Lied ein video in dem die Dolmetscherin das nächste Lied in GS ankündigte. Wie schon beim letzten Konzert musste ich wieder feststellen, das die rhythmus visualisierungen manuell nur sehr schwierig synchron zur Musik um- setzbar waren. Die Umsetzung der tonhöhe und der Geschwindigkeits indikatoren funktionierte an sich ohne Probleme, doch ich zweifelte während des Konzerts stark an der Wirkung dieser visualisierungen. Die informationen die man den animierten Grafiken entnehmen konnte hielten sich schon sehr in Grenzen.

im Gegensatz zu diesen visualisierungen funktionierte die Musiküberset- zung in GS im video besser als gedacht. Die aktualität der Übersetzung im video lies das live einspielen fast synchron wirken und spiegelte die Musik auch in Details wie Solos einzelner instrumente und gesungener textpassagen wieder. ich teilte das video der Dolmetscherin in verschiedene abschnitte (Erste Strophe, erster refrain, zweite Strophe ...etc. ) um den Einstieg in die nächste Strophe/ Refrain perfekt treffen zu können. Natürlich gab es immer wieder minimale variationen der Geschwindigkeit, doch diese konnte ich durch das steuern der Geschwindigkeit des videos über Modul8 steuern.

Publikums Reaktionen

Die Stimmung war während des gesamten Konzerts ausgesprochen gelassen da die Mitarbeiter sich natürlich über ihre Arbeit an der Schule kannten und zu Beginn keine Distanz wie bei anderen Konzerten unter den Besuchern herrschte. Man konnte beobachten wie die Luftballons durch die Reihen gegeben wurden und verschiedene Leute daran interessiert waren die Musik dadurch zu spüren.
Ich bemerkte wie die Aufmerksamkeit stieg, als die Lieder gespielt wurden, die ich mit den Videos in GS übersetzte, das Interesse an der Musikübersetzung in GS war spürbar grösser als an den restlichen Visualisierungsarten.

Im Publikum befand sich unter anderem Isabelle die ich nach dem „Feel the Music“ Workshop immer wieder an verschiedenen Veranstaltungen getroffen habe und mit meiner Arbeit vertraut war. Ich hatte sie extra für das Konzert eingeladen und konnte sie zusammen Philipp (gehörloser Kollege) im Anschluss an das Konzert nach ihrem Gesamteindruck befragen.

Transkribiertes Interview (Gaby Hauswirth am 29.03.2011):

Isabelle:
Ja, die Visualisierungen von heute haben mir gut gefallen. Wenn es 2 Leinwände geben würde, auf der einen Leinwand die Dolmetscherin, die den Text und die Musik gebärdet und auf der anderen die Instrumente, dann könnte ich selber entscheiden, wohin ich schauen will.
Philipp:
Ich bin eigentlich kein Musikfan, aber mein Eindruck von heute ist sehr positiv. Mit der Dolmetsch-Einblendung habe ich mitbekommen um was es geht, es hat mich berührt. Die verschiedenen Einstellungen, Mal die Dolmetscherin, dann wieder die Instrumente, dann der Sänger, ein guter Mix für alle die da zuschauten.
Isabelle:
An der Futsal EM, gab es ja auch Visualisierungen mit dem roten Kreis, der vibrierte/pulsierte, das war schon gut, aber etwas viel und dominant im Zentrum. Heute war es weniger. Es ist schon gut, dass der rote Kreis den Bass anzeigt, doch man könnte ihn vielleicht eher am Rand der Leinwand einblenden, damit er nicht so im Zentrum steht.
(Schriftliche Übersetzung durch Gaby Hauswirth, Dipl. Dolmetscherin für GS)

Nach dem Konzert wies mich Philipp noch darauf hin, dass der Rhythmus der Musik vielleicht durch rhythmisches mischen der einzelnen Instrumente wiedergegeben werden könnte.
Des Weiteren kam ein weiterer Schwerhöriger Mitarbeiter auf mich zu, der meine Arbeit über Deafzone kannte und auch schon über andere Gehörlose von mir gehört hatte. Er meinte das Konzert hat ihm sehr gut gefallen und er würde mir in den nächsten Tagen ein Feedback per Email schicken.

Email von Thomas(Schwerhöriger Mitarbeiter des ZGSZ):

Hola Joel

Ja wie schon am Freitag gesagt hat mir sehr gut gefallen, auch dich kennenzulernen! Das Konzert war super!!! Bezüglich zur Visuell es gab schon Momente wo die Dolmetscherin im stillstand sei und da du ja wartest bis die Rede hinter sich kommt, ist lieber und schöner ein leeres Bild als eine Dolmetscherin ohne Bewegung.. einmal war das Thema zu knapp gekommen und einmal statt wie bisher 2 mal übersetzt (was ich noch gut finde). Manchmal musste ich halb hindurch schauen da die Bands vorne standen aber von der Räumlichkeit und Gestaltung würde ich auch so belassen. Schwarzweiss fand ich gut es passt darein. Grösse und doppelte Sicht cool. fand dieses besser als in Winterthur den dort störte mich die Roten Punkte wo hin und her bewegten. das in Winterthur mit Feuer oder Wolken Vordergrund fand ich auch toll und spannend.
Handliche Bilder vom Dolmi ist cool und visuelle Musik! ich selber höre die Musik schon bin Schwerhörig, kann nur nicht alles verstehen welches Instrument und was gesungen wird.